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Kunst, Technik und ihre Verschmelzung / im Prinzip ein offener Liebesbrief

am by Establishmensch in Allgemein, Gameing, Kunst | 5 Kommentare

oha, was sehen sie hier?!

Hi Freunde!

Guten Sommer gehabt soweit? Nun, das ist lediglich eine rhetorische Frage, denn ich könnt die Antwort ja sowieso nicht hören, wenn du sie in deinen Monitor/Tablet/Handyscreen quatscht. Mein Sommer war bis hier jedenfalls bärenstark. War ein bisschen auf diversen Inseln, viel Schwimmen, Festivals, dies das. Bisschen Arbeit, paar Auftritte, meine neue Kurzgeschichten-Sammlung fertig gemacht und ihr den Titel „Boulettenbetty hatte Geburtstag“ verpasst (kommt erst im Oktober, später dazu dann mal hier mehr) und sonst halt entspannt und so. Aber darüber wollte ich gar nicht reden. So sind Sommer ja irgendwie immer. Ich wollte eigentlich über drei Sachen schreiben, in einer bestimmten, nicht chronologischen Reihenfolge. Dinge, die ich besonders schön fand / finde.

Zuerst möchte ich über das aktuellste Schreiben. Eine Sache, die ich heute zu einer Art Abschluss gebracht habe. Es ist so, dass ich vor etwa zwei Monaten gefragt wurde, ob bei einer Kunstausstellung im Münsteraner Bahnhofsviertel mitmachen wolle. Das Konzept sah vor, 10 Künstler*Innen an 10 Orten für 10 Tage etwas ausstellen zu lassen. Richtig mit Materialbudget und alles, was in der bildenden Kunst ja leider gar nicht mal so üblich ist (von den 0,3% der Star-Künstler*Innen mal abgesehen). Natürlich sagte ich sofort zu, allerdings nur mit der Zusicherung, dass ich als Ausstellungsort den Hamburger Tunnel haben könne. Für die Nicht-Münsteraner*Innen, die hier laut google analytics deutlich in der Überzahl sind: Die Vorderseite des MS HBF’s ist derzeit gesperrt, sodass eigentlich jeder Mensch, der nicht ohnehin von Hinten an den BHF kommt, durch diesen Tunnel durch muß. Man sagte mir zu und ich dachte mir Gönnung! 

Der Tunnel ist halt voll der Rush-Ort. Ständig rempeln Leute gegeneinander, niemand wird da zu Stoßzeiten Zeit haben, sich Kunst anzuschauen. Kunst aber sollte irgendwie eine Hängematte sein, in die man sich fallen lassen kann. Deswegen dachte ich: Geil. Mach doch ne Hängematte, die so hoch hängt, dass keiner rein kommt! Das war der erste Gedanke. Dann dachte ich aber auch, dass ich nicht einfach so eine krasse Fläche haben kann, ohne sie sinnstiftend/politisch zu nutzen, vor allem am Bahnhof, wo ich einmal eine unangemeldete spontan-Kunst wieder wegräumen musste. (Das ist super-lange her, damals, als die Rauchervierecke eingeführt wurden. Der Artikel stand auf meiner alten, leider verlorenen Homepage, aber die wayback-machine hat sie gespeichert, muss man ein bisschen runterscrollen bis zum 15.02.2008)

Da ich die Hängematte als Symbol für fehlende Zeit zur Muße allerdings lassen wollte, habe ich überlegt, wie ich das ganze erweitern kann, und da Hörspiel sowieso eines meiner Lieblings-Medien ist, war das relativ schnell klar. Und ein solches hab ich jetzt produziert. Bevor ich jetzt en Detail beschreibe, was genau in dieser Hörpsiel-Collage genau passiert, spendiere ich sie hier einfach mal zum Anhören:

 

 

Dieses Ding wird jetzt ab Freitag, den 2. September 16 Uhr für 10 Tage in Endlosschleife im Bahnhofstunnel zu hören sein. In einer Lautstärke, die es in der Rush-Hour wegen des vorherrschenden Lärmpegels auf jeden Fall schwer macht, zuzuhören, denn so ist das halt mit beiden Dingen: Dem Denken und dem Reflektieren, für beides ist immer schwer Zeit. Für die, die es nicht gehört haben: Es geht im Weitesten um unbegründete Ängste, zweierlei Maß, Religion, Gaming, Hexenjagd, Aufklärung und Hyänen. Im Vorfeld wollten die Veranstalter einen Skizze vom Projekt von mir haben, um sie in ihre sehr gelungene Zeitung zur Ausstellung zu packen. Darüber hinaus noch eine kurz-Vita. Hier ist jetzt mal die Seite in der Zeitung über mich. Ich kann solche Dinge halt einfach nicht ernst nehmen. Klar, die Arbeit/das Hörspiel ist ernst, aber ich möchte es halt immer als Spiel sehen. Sonst würde es mir keinen Spaß machen – und dann würde ich es sein lassen.

 

Standpflasterzeitung

 

Heute jedenfalls hab ich die Hängematte schon mal aufgehangen, damit ich Freitag zur offiziellen Eröffnung nur noch den Sound anmachen muss. Hier ein Paar Bilder vom Entstehungsprozess:

 

matte1

 

matte2

 

matte3

 

So… Ich muss kurz anmerken, dass ich das da oben alles am Dienstag geschrieben habe, dann aber nach Hamburg musste. Jetzt ist Samstag, die Ausstellung ist eröffnet und ich bin zufrieden.

Und da wollte ich gerade weiterschreiben, da musste ich auch schon wieder weg. Jetzt ist Montag und ich versuche das hier mal zu einem Ende zu bringen. Nehmen wir die Sache mit der Hängematte jetzt erstmal als abgeschlossen hin und kommen zu Punkt zwei der Dinge, über die ich schreiben wollte. Ich habe mir nämlich einen neuen PC zusammengebaut. Zunächst die Liste der Ingredienzien, die ich in den Zaubertopf warf, um aus diesem heraus das Baby zu gebären:

  • Mainboard: Asus ROG Maximus VIII Impact (ja, ich dachte mini-ITX wär mal was…)
  • CPU: Intel i7 6700k, Wassergekühlt mit einer Corsair Hydro H105
  • RAM: 16 GB DDR4 (hatte versehentlich DDR3 Speicher im digitalen Einkaufswagen, versuch mal im Einzelhandel DDR4 zu finden, nahezu unmöglich…)
  • GPU: Inno3D GeForce GTX 1080 iChill X3
  • 500GB Samsung SSD + 1TB noname-HDD
  • Silverstone Strider 750W Netzteil (modular + kurzes Kabelset)
  • Lüfter: 5 verschiedene Noctua (regelbar)
  • Gehäuse: BitPhenix Prodigy ITX
  • Monitor: Dell S2716 DG

Ich kenne das noch so von früher (also so irgendwas von vor 16-5 Jahren): Wie oft war man auf den einschlägigen Hardware-Versand-Seiten und hat immer rumgeschaut und irgendwas zusammengeklickt… Wenn man dann nach einer Stunde fertig war und dann den Preis gesehen hat, hat man kurz gelacht, sich dann übergeben und ein bisschen geheult und zwei Tage später wieder eine Zusammenstellung gemacht. Und repeat. Und repeat. Bis man dann irgendwann eine wesentlich günstigere Variante tatsächlich gekauft hat. Dieses Mal war es anders. Ich habe alles zusammengeklickt, habe dann ein bisschen gelacht, aber dann, anstatt zu kotzen und zu heulen – habe ich einfach auf bestellen geklickt. War dieses Mal aber auch besser recherchiert. Die Lüfter zum Beispiel. Früher habe ich mir nie vor dem Zusammenstellen Zeit genommen, um mir über die richtigen Lüfter Gedenken zu machen. Die waren in meinem Kopf immer nur unnützes Beiwerk. Außerdem: Passt eine 32cm lange, 2,5 Slot breite GTX 1080 in ein mini-ITX-Gehäuse?! Hier mal die optische Antwort:

 

compi1

 

Ja, sie passt. Sie hat sogar noch 2 ganze Millimeter platz zur Seitenwand, die genau an der Stelle der Lüfter perforiert ist. Nun könnte einer sagen: hu, das ist ganz schön wenig Platz um da Luft raus zu pusten! Aber dann sage ich: Die Lüfter der Grafikkarte pusten nicht, sie saugen. Und die warme Luft geht dann zum Teil nach hinten raus, zum Teil bleibt sie im Gehäuse, wo sie aber auch nie lange bleiben wird. Vorne habe ich zwei Lüfter angebracht, die, sobald es innen warm wird, anfangen, vorne zu saugen. Hinten und Oben (wo auch die Kühlrippen der WaKü sind) wird rausgepustet. Airflow läuft perfekt. Hier noch ein Computer-Porn-Bild:

 

comporn

 

Hier sehen wir den begeisterten Mit-Computer-Bauern R., der meinem neuen Baby während der „Grundschaulausbildung“ unter den Rock schaut. Quasi das erste Hochfahren, die Deforation der Festplatten,…

Nun aber höre ich die Stimmen, die da rufen: „Aber Andreas Amadeus Güntibald Strausewizt! Was hat das denn mit deiner Arbeit zu tun?“ Nun,… ungefähr alles. Ich bin ohne einen guten Computer überhaupt nicht denkbar. Klar, Dinge wie Videoschnitt und Soundbearbeitung gehören zu den Dingen, die ich ständig mache, aber die meine ich gar nicht. Für mich gehört Zocken genau so zum kreativen Weiterbildungsprozess wie das Lesen eines Buches. Es ist gleichzeitig Ruhepol wie auch Stimulation. Was mich nun auch zum letzten Punkt der Dinge, die ich sehr schön fand, bringt:

Und zwar hatte ich jüngst einen Auftritt bei Rocket Beans TV, und zwar in der Abendsendung „Bohn Jour„. Zuerst sang ich dort meinen thematisch zu den Bohnen passenden Song „knabber die Bohne.“ Hernach las ich eine Geschichte aus „friss Chaos, Ordnung“ vor und blieb dann noch ein bisschen Talk (Video hier, knabber die Bohne in Teil 1). Danach blieb ich noch im Studio und zockte in der Sendung #Jugendzimmer ein bisschen Micro Machines V3 (eines meiner alten Leib- und Magenspiele für die PS1) und gewann im Team mit Etienne gegen die restlichen 4 Mitspieler. Nun, was soll ich sagen? Ich habe mich selten so sehr zuhause gefühlt. Mir gefiel dieser Trupp aus Leuten mit tatsächlich sehr ähnlichen Lebensanschauungen und einem chaotisch-kreativem Umfeld so gut, dass ich, als ich am nächsten Tag aufwachte, ein bisschen dieses „Verliebt sein„-Gefühl in mir hatte. Was hat dieser Sender doch für ein Potential. Mich erinnerte das alles ein bisschen an meinen großen Helden Schlingensief, dieses „einfach machen“. Jetzt habe ich eine ganze Weile gewartet um zu gucken, ob das nur ein kurzes Verknallen war oder ob sich das irgendwie festsetzen würde. Und ja, das hat es getan. All das bedeutet für mich, dass ich gerne eine Bohne wäre. Wirklich, wirklich gerne. Das Problem ist, dass ich absolut keine Bewerbungen schreiben kann. Ich habe in meinem Leben genau zwei Stück geschrieben. Die erste war, als ich am Anfang meines Studiums bei EB-Games in Münster arbeiten wollte. Das hatte damals nicht geklappt, die Typen in dem Laden waren bornierte Wichser nicht so cool. Die zweite Bewerbung ging an das DUMMY magazine. Damals durfte ich dann für die Schreiben, aber auch nur weil ich meine Bewerbung mit „Ey ihr Opfer in der Redaktion“ eröffnet hatte und sie mit Schreibmaschine auf 60 Jahre altes Papier getippt war.

Aber wie soll ich mich bei Rocket Beans bewerben? Und als was? Ich weiß es nicht. Vielleicht probiere ich es mit einer Art „offenem Liebensbrief“ auf meiner Homepage. Also mit diesem hier. Bitte bitte, meldet euch bei mir.

<3

Andy

 

Akustisch induzierte Epilepsie der Freude / Pummeluff / Mehr Denkmäler / Für’s Herz

am by Establishmensch in Allgemein, Denkmäler beleidigen, Kunst | 2 Kommentare

candyspeed

Cheers fellow people in the hood!

Habe eben langersehnte Post aus Japan erhalten. Also ich bin ja musikalisch nicht auf irgendeine Richtung festgelegt. Meist schätze ich es, wenn Musik so gemacht ist, dass man sie nicht nach dem ersten Hören direkt verstanden hat – höre zum Beispiel lieber eine Nocturne von Chopin als ein Symphonie von Beethoven oder ein Stück von Genghis Tron als eines von Metallica.

Das letzte Mal nun, dass mich musikalisch etwas sehr gefordert hat, war als mir ein Freund einen youtube-Link zu Kobaryo geschickt hat. Ich war sofort hin und weg. Also die Musikrichtung nennt sich (eventuell) J-Core. Das ist eine bunte Mischung als Anime-Musik, Autoscooter, 90’er Eurodance, Gabber, Hardcore, Goa, Dubstep, Japan-Pop und… ehm… allem anderen.

Da ich das Album auf youtube jetzt bestimmt schon neuntausend Mal gehört habe (meistens im Auto) bin ich froh, das Ding jetzt haptisch und in besserer Qualität zu haben.

Hier ist jedenfalls mal die Youtube-Version. Tue dir den Gefallen und höre es mindestens über Kopfhörer und nicht über die schäbigen Handy- oder Laptopboxen.

 

 

Da hörste! Bäm. Apropros Bäm: ich habe lange keine nervigen Interviewfragen mehr gestellt bekommen. Aber dann kam diese: „Andy, wie kannst du in Anbetracht der Unsicherheit eines Künstlerlebens abends gut einschlafen?“ Hier die video-Antwort:

 

 

Was war sonst noch? Ach ja! Ich habe noch zwei weitere Denkmäler beleidigt, die ich hier noch nicht vorgestellt habe. Irgendwie schade, dass Denkmäler nicht majestätisch sind, sonst würde ich sehr viele Strafanzeigen bekommen…. Egal. Hier kommen sie:

 

 

 

Hier nochmal an mein Kameraführungspersonal, im ersten Fall Marvin Ruppert, im zweiten Stefan Dörsing, beides so herzensgute Menschen, dass meine Homepage gar nicht genug Platz bietet, ihnen zu huldigen.

Apropros huldigen: Ich habe da ein kleines Gedicht geschrieben, was ich sehr mag. Das möchte ich hier als letztes noch gepostet haben. Der Vollständigkeit halber.

herz

In diesem Sinne und schon am Donnerstag: Ein schönes Wochenende!

high5,

Andy

 

 

 

Hoffnung auf Dreidimensionalität is real!

am by Establishmensch in Allgemein, Gameing | 2 Kommentare

3dkucken

Früher, als ich in den Kindergarten ging, gehörte ich zu den dubiosen Kindern, die jeden Tag ein Auge zugeklebt hatten, weil ich nämlich superkrass geschielt habe. Und mit superkrass meine ich: SUPERKRASS. Mein rechtes Auge hatte nämlich einfach nie Bock gehabt, überhaupt irgendwo hin zu kucken, weil mein linkes gut genug funktioniert hat. Durch das Zukleben hat mein rechtes Auge dann aber auch mal gelernt, dass es sich ein bisschen anzustrengen hat, weswegen es jetzt eigentlich ziemlich synchron aussieht. Klar, oft sieht man noch, das mein eines Auge dann und wann einfach ein bisschen zufällt, weil es denkt: „och nöö, ich bin müde, ich geh chillen“, aber eigentlich sieht es ganz okay aus. Technisch aber benutzt mein Gehirn fast immer nur das Bild, welches es von meinem linken Auge geliefert bekommt. Wenn sich rechts von mir irgendwas bewegt, dann nimmt mein Gehirn das zwar war, schaut dann aber mit dem guten Auge hin um zu sehen, was da los ist. Wenn ich mein gutes Auge zuhalte, dann sehe ich  zwar unter Anstrengung alles, kann es aber nicht wirklich verstehen. Wenn ich zum Beispiel versuche, mit rechts zu lesen, dann verstehe ich die Buchstaben nicht, es ist alles unfokussiert, als würden die Buchstaben durch die Gegend tanzen. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, mit dem rechten Auge Legastheniker zu sein.

Durch diesen Umstand ergibt sich, dass ich natürlich in meinem ganzen Leben noch nie etwas in 3D gesehen habe, weil man dafür Stereo kucken können muss. An dieses „Das magische Auge“-Büchern bin ich immer hervorragend gescheitert, ansonsten hatte ich nie wirklich das Gefühl, groß was zu verpassen, da das Gehirn sich ja trotzdem ausrechnet, wie weit Dinge entfernt sind und so weiter. Oft kam es in meinem Leben auch zu sehr witzigen Mindfucks. 2007 saß ich zum Beispiel auf einer Mauer in Münster, wo grad die eine riesige Ausstellung von Kunst im öffentlichen Raum stattfand (Skulptur Projekte 2007). Ich blickte auf den Platz hinter der Überwasserkirche, wo eine Künstlerin sehr viele Puppen und so nen Quatsch hin drapiert hatte, fand das an sich ganz in Ordnung, aber richtig krass fand ich: Einen gigantischen, lilafarbenen Fahnenmast mit einer riesigen, starren, ebenfalls lilafarbenen  Dreiecksfahne mit einem überdimensionierten, organfarbenen Reflektor dran. „Muss man erstmal drauf komme“ und „wie geil diese Fahne ist“ dachte ich und schleckte weiter an meinem Eis, als plötzlich die Fahne zur Seite wanderte. Grund dafür: Ein Kind schob sein Fahrrad weg, welches genau vor mir stand und an dem diese Fahne befestig war. Es war also in echt gar keine riesige Fahne, sondern eine ganz kleine, die ich dank meiner Sicht halt nur falsch wahrgenommen habe. Öfters habe ich auch schon Personen im Publikum gesehen die gar nicht da waren sondern lediglich Drucke auf T-Shirs waren und so weiter.

Nun, ich bin jedenfalls immer davon ausgegangen, dass man da nichts machen kann, das ich einfach mein Leben lang in dieser optischen 2D-Welt rumlaufe. Natürlich hat es mich interessiert, wie so 3D-Kucken wohl ist, aber lass dir das mal von jemandem Beschreiben, geht nicht. Vor ein Paar Tagen hat mir dann mein alter Freund Tom einen Link geschickt. Ich klick drauf, lese durch was da steht und bäm! Ich: Megaaufgeregt! Es gibt eine Therapie, die es schafft, dem Gehirn beizubringen, beide Augen ordentlich zu synchronisieren! Und das Beste: Man muss dafür nur mit Oculust Rift extra für die Therapie entwickelte Spiele spielen! Hier ist der Link zur Entwicklerbande. Das ganze ist bisher nur in den USA zu erhalten, aber ich habe bereits Kontakt mit den Leuten von Vivid Vision aufgenommen um zu gucken, wie man den Shit nice nach Deutschland holen kann. Ich bin so neugierig auf eine dreidimensionale Welt, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Wenn es da Neues gibt, werde ich hier auf jeden Fall darüber auf den neusten Stand halten. Gottogottogott…

Ansonsten noch kurz ein kurzer Newsflash von anderen Dingen aus meinem Leben.

1. Hab ne Band mit Tino Bomelino gegründet. Eigentlich sind wir ein freies Theaterkollekitv. Jedenfalls basteln wir zusammen unter dem Namen Sumo Antriebslos an Dingen. Dieses hier haben wir, als wir jüngtst Bandcamp abgehalten hatten, kurz gemacht um zu kucken, ob wir zusammen funktionieren. Es ist ein bisschen eine Antwort an Mias, den „Andy Strauß“-Beleidiger und ein Produktvideo für Pralinen, Fischer und anderes:

 

2. Hab ich gestern überlegt, wie man AfD eigentlich ausspricht und ein How to pronounce-Video gemacht, auch wenn ich das auf deutsch eigentlich nicht mag:

Und ein kurzer Remider: Morgen ist meine erste Internetsprechstunde -> siehe vergangener Post.

Soviel erstmal.

High Five und gute Sicht,

Andy

 

Sprechstunde mit Dr. Strauwz / Chaos-Kladde / Free Filme kucken

am by Establishmensch in Allgemein, Kunst, Ordnungsland | Kommentieren?  

2016

 

Ahoi miteinander.

Zuerst kurz das formelle: Ich wünsche all den Besuchern dieser Seite an bärenstarkes, pfauenradbuntes und biberdammiges neues Jahr. Ich hoffe, niemand von euch hat sich in der Silvesternacht beim Hantieren mit Sprengstoffen verletzt und ähnliches.

Ich weiß, dass für viele von euch dieses Jahr mit einem großen Schrecken beginnt. Angstvoll werden einige dasitzen und denken: Ohgottohgottohgottogottt! Denn ihr fragt euch: Wohin mit meinem Müll in 2016, wo Domian doch mit irgendwann im Laufe des Jahres mit seiner Sendung aufzuhören gedroht hat. Ja, ich habe mir gedacht, dass es allen sehr vielen einigen wenigen von euch so gehen wird. Aber keine Angst. Ich habe mir überlegt, dass ich da in die Bresche springen werde. Dieses Jahr werde ich zumindest ein Mal im Monat eine etwa zweistündige Sprechstunde geben und  zwar über’s Internet. Das ganze werde ich über Teamspeak machen. Warum über Teamspeak? Einerseits weil freeware, mit ungefähr 30mb relativ klein und für Linux, Windows, Mac und Android verfügbar ist. Hauptsächlich aber weil ich Teamspeak seit mindestens fünfzehn Jahre benutze und es ein für mich immer ein bisschen den Charme des Verstaubten hat – immerhin hat sich das einfach gehaltene Interface nie wirklich verändert. Es ist, wenn man die Geschwindigkeit der Softwareentwicklung betrachtet, ein bisschen so, als schriebe man einen Brief mit einer Schreibmaschine. Die erste Sprechstunde wird stattfinden am Donnerstag, den 21. Januar 2016 ab 20 Uhr, ich werde an dem Tag auf meiner Facebook-Seite die IP des Servers mitteilen. Das wird dann so laufen, dass ich zwei Räume mache, einmal das Wartezimmer und dann das Sprechzimmer. Ich werde dann die Leute nacheinander aus dem Wartezimmer ins Sprechzimmer ziehen. Die Gespräche werden dann aufgezeichnet und als Podcast zur Verfügung gestellt werden. Soweit der Plan. Ich freue mich jedenfalls auf hart dubiose Gespräche, darin bin ich ein Wikinger. Fragen/Kritik/Anregungen dazu? Meine Mailaddy steht im Impressum, ansonsten geht’s auch hier über die Kommentare.

Was gibbet noch neues, außer dem Jahr und der Sprechstunde? Genau! Es wird zur Leipziger Buchmesse ein neues Buch von mir geben. Es ist wird eine Art „dubioses Geschenk an mich selbst und die Leute, die daran interessiert zu sein scheinen„. Nun, warum sollte man sich selbst etwas schenken? Also es ist so, dass ich 2006 zum ersten Mal auf der Bühne stand und ich dann jetzt 2016 quasi die Dekade voll hab. Und dann wollte ich irgendein Zeugnis dieses Zehn Jahre ablegen, die unglaublich erfrischend chaotisch waren. Deswegen wird das Buch „Friss Chaos, Ordnung“ heißen und im Format A4 mit Hardcover und in edel erscheinen. Da drinnen werden 96 Seiten aus meinen Kladden der letzen Zehn Jahre sein, Zeichnungen, Comics, Handschriften von Texten. Ich erzähle keinen Scheiß wenn ich sage, dass ich mir sehr viel Mühe mit der Auswahl der Seiten, deren Anordnung und Nachbearbeitung gegeben habe. Eben soviel Mühe habe ich mir dabei gegeben, dass man eben genau das nicht direkt merkt 🙂 Es ist tatsächlich so, dass ich von der Arbeit daran so begeistert war, dass ich Silvester komplett von 22 Uhr (vorher war ich noch bei Freunden) bis morgens um Sieben daran gearbeitet hab. Eigentlich wollte ich nach Dänemark in die Dünen fern aller Menschen, denn Silvester ist ein Fest, dass bei mir immer mit absolutem traurig-sein verbunden ist (und ich kann mir selbst nicht vernünftig erklären warum), aber dann habe ich irgendwann kurz vor Weihnachten mit dem Zusammenstellen angefangen und konnte mich nicht mehr davon los reißen. Gestern bin ich der Finalen Anordnung der Seiten fertig geworden, hab mir alles mal ausgedruckt und bin hart zufrieden. Hier ein einblick in als ich grad beim Work-in-progress-modus war:

 

kladdework

 

Für die Wimmelbilder-Fans: Ja, da sind Cranberries, ein gelber Judo-Gürtel, ein Goldbarren aus Papier, Socken und ein Haarschneidegerät auf meinem Arbeitstisch. Ich benötige diese Dinge, damit es mir bei der Arbeit gut geht. Mein Verleger findet das Ergebnis sehr geil, fragt sich aber, ob die Leute das verstehen würden, bzw. ob es dafür einen Markt gibt. Ich habe gesagt: Diggi, zehn Jahre lang auf den Markt geschissen, warum sollten wir das beim Jubiläum anders machen, außerdem: unterschätze nicht die Intelligenz des der Leute. Er meinte dann: Des passt scho, weil er aus Bayern kommt.

Und dann noch was! Und zwar hab ich ja für die Filmecrew von Radikal&arrogant  bisher in 2 Spielfilmen mitgespielt, einmal mit einer etwas größeren und einmal mit einer etwas kleineren Rolle. Im Januar kann man all die Filme von denen für Umme gucken, weil sie Umsonst-Januar zelebrieren. Wenn du das hier liest und es ist noch Januar, dann kannst du die Filme jetzt umsonst schauen. Man muss sich dafür nur bei vimeo anmelden und dann gratisjanuar als Code eingeben. Der Film mit der längeren Rolle heißt „Emma hat Flügel“ und den gibt es hier. Es handelt sich bei dem Film im Prinzip um eine Liebesgeschichte mit einer wie ich finde sehr geilen Tanzszene zu einem sehr geilen Song. Der zweite Film mit einer sehr kurzen Rolle meinerseits (nämlich als Figur in einem Albtraum) ist „Cordelias Kinder“. Den Film hab ich mir neulich nochmal angeschaut und finde ihn (gerade auch dafür, dass er ein Null-Budget-Film ist) hart gut. Er überfordert einige. Aber du bist hier auch auf establishmensch.de und nicht auf Popkorn-Kino-Gewichse.de.vu Cordelias Kinder gibbet hier.

Ansonsten schaut euch euch die anderen Filme von denen an, links findet ihr auf der facebookseite von Radikal und arrogant, etwas weiter oben.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Gucken und wir sprechen uns dann am 21.

High Five, much love, prima Orgasmen,

Andy

 

 

 

 

Über Hingabe

am by Establishmensch in Allgemein, Kunst | 5 Kommentare

header-hingabe

Hello jolly friends of Establishmensch!

Ich saß eben im Bus um mein Auto von der Inspektion abzuholen und untersuchte während der Fahrt dieses Internet von dem immer alle reden. Auf dieser Seite, die alle Benutzen um gegenseitig miteinender befreundet zu sein, hatte eine (wirklich echte) Freundin von mir just ein Foto von einem (wirklich echten) Freund gepostet, was mich mich dazu brachte, über Hingabe nachzudenken. Erstmal das Bild (copyright Kristina Wortmann):

 

arschkoedit

Der Junge Mann da oben ist Einmannjan, ich habe ihn hier auf meiner Seite schon öfters Mal erwähnt, weil ich seine Solomusiksachen unglaublich gut finde, er überdies in vielen Bands spielt, die mir gefallen (Neon Bone – die mir diesen OHRWURM in den Kopf gesetzt haben, Kommando Zurueck – mit denen ich im Sommer auf Tour war, u.v.m.). Außerdem ist er vermutlich der Einzige, der meine Seite RSS-abonniert hat, also zu den regelmäßigsten Lesern dieser Seite gehört.

Natürlich kann mensch sich jetzt fragen, wie ich bei dem Bild dazu komme, über Hingabe nachzudenken. Also ich fange mal vorne an. Wenn ich so auf das 2015 zurück schaue (ja, es ist früh für Jahresrückblicke, aber es ist zweckdienlich), dann gibt es sehr viele Momente, die von unglaublicher Schönheit waren. Ich tanzte über fünf Festivals, schwamm in einer zweistelligen Anzahl verschiedener Seen und Flüsse, traf eine dreistellige Anzahl sehr interessanter Menschen und trat insgesamt vor einer fünfstelligen Anzahl hauptsächlich guter Leute auf. Der neune Meister im deutschsprachigen Slam (und mein kleiner Bruder von nem andren Luder (sorry, nur wegen des Reimes)) JP Zymny  gewann seinen Titel gewandet in ein T-Shirt mit meiner Fresse drauf, was mein Herz hüpfen zu lassen wusste.

zymn(Foto: Marvin Ruppert)

Das sind alles Sachen so schön wie man sie sich nicht im Labor mixen kann. Die Frage ist halt: zu welchem Preis? Ich bin kein einziges Mal wirklich in den Urlaub gefahren, hatte, wenn ich gerade nicht auf Tour war, immer viel mit dem Büroquatsch (Steuershizzle, Rechnungswhizzle, Postmanizzle) und dem Schreiben an sich zu tun. Alles muss irgendwie laufen. Für den im letzten Post angekündigten Auftritt mit Judith Holofernes schrieb ich insgesamt 22 Gedichte, Zeitaufwand? Keine Ahnung! Ewig. Aber das Resultat: Ein einzigartiger, wirklich geiler Abend mit Menschen wie aus Zuckerwatte. Zwar eine einmalige Sache, aber hey!

andyjudith(hier mache ich das mongolische Brummgedicht einer Kuh in einer Joga-Pose, Foto by Operation Ton)

Dann am 12.12. das Live-Hörspiel was ich geschrieben habe. Zeitaufwand? Keine Ahung! Ewig. Aber das Resultat? Weiß ich noch nicht. Freue mich aber drauf. Wie gesagt, immer ist irgendwas, man gibt so viel Zeit dran, die man mit der erweiterten Familie verbringen sollte, so viele „out-of-business“-Aktivitäten. ..Aber… Hingabe eben. Und irgendwie wird es mit einer Schönheit von Welt belohnt, was toll ist, wo sich gerade alles irgendwie so anfühlt, als würde die Menschlichkeit ein bisschen den Bach runtergehen  – AfD, PEGIDA, IS-Terrorismus, Waffenlieferungen, Freiheitseinschränkungen, Hetze, Übergriffe…

Vielleicht ist die Hingabe ja auch nur eine Art Eskapismus, ich meine, ich bin gut im Fliehen vor der Realität. Aber durch das Auftreten hole ich ja auch immer ein bisschen von meiner kopfinternen Realität auf die Welt, was dem Schwachsinn hoffentlich irgendwie im kleinen entgegenwirken kann.

Warum aber bin ich wegen des Bildes auf Hingabe gekommen? Nun, scrolle nochmal hoch und schau Dir das Bild an, bzw. die Frisur. Einmannjan hat sich nur für ein einziges Konzert von Kommando Zurueck eine Halbglatze geschnitten – weil die Band sich wie die Schlümpfe und er sich wie Gargamel verkleidet hat. Whoot? Well… Das ist Hingabe, das ist Anti-Lookism, das ist irgendwie verdammt real, weswegen ich mich vor sein Fenster stellen werde und ihm einen echten Daumen-nach-oben zuwerfen werde.

So, das waren nur ein Paar schnelle Gedanken, bedanke mich für’s gelesen haben.

High Five,

Andy

PS: Ach ja. Hier. Tanzen.

 

 

Blick aus der eigenen Schublade

am by Establishmensch in Allgemein, Musik | 5 Kommentare

musikmix

Hello Besucher_*+(?!)_Innen meines kleinen, digitalen hierarchiefreien König_*+(?!)_Innen-Reichs.

Ich weiß, ich weiß, hier passiert im Moment nicht allzuviel. Die ganzen, anliegenden Projekte, das Touren und das Zähneputzen (und dem angeschlossen: der ganze andere, lebenserhaltende Schmodder) fordern ihren Tribut. Außerdem sind Homepage-Blog-Verschnitte ja sowieso nicht mehr modern. Man twittert und instagrammt ja nur noch. Mach ich beides nicht, ich habe nämlich Angst, dann plötzlich von den Medien zitiert zu werden. Irgendwie finde ich das immer sehr merkwürdig, wenn ich Auto fahre und dann dort in den Nachrichten sowas höre wie:

„Peer Steinbrück verkündete über Twitter, er habe sich jetzt rotes Toilettenpapier gekauft, um sich auf den Wahlkampf vorzubereiten“, quasi dass journalistische Recherche soviel darauf basiert, Twitteraccounts irgendwelche Politiker im Auge zu behalten. Naja, what ever. Ich kann ja Radio ausmachen und CD an. Womit wir beim Thema wären. Mir ist neulich nämlich mal wieder aufgefallen, wie schwer es mir fällt in Smalltalk-Konversationen darauf zu antworten, was ich eigentlich für Musik höre. Meistens druckse ich dann rum oder erzähle von der letzten Platte, die ich mir gekauft habe. Aber irgendwie fühlt sich das nie komplett an. Eine andere Antwort von mir ist, dass ich halt „Hits“ höre. Was dann aber immer falsch verstanden und zugegeben auch nach „Das beste von der 80er90erundNuller-Jahre“ klingt. Ich kann mich aber eben nicht auf eine Musikrichtung festlegen, warum auch? Es ist eigentlich so, dass ich möglichst monatlich (was aber utopisch ist, quartalsweise wäre schon optimistisch) ein neues Mixtape fürs Auto zurecht bastel. Naja, und jetzt hab ich gedacht, dass ich mein aktuelles Oktober-Mixtape einfach mal auf Mixcloud hochlade um in Smalltalk-Gesprächen einfach den Link aufsagen zu können. Und nun ist das Mixtape hier. Es ist dafür gedacht, es sehr laut zu hören. Ich denke generell, dass Musik dazu gedacht ist.

 

Blick aus der Schublade by Establishmensch on Mixcloud

 

Und nun dachte ich, ich könnte ja noch ein bisschen zu den anstehenden Projekten erzählen.

Also zu den Dingen, die sowieso immer anliegen, habe ich momentan zwei Hauptaugenmerke:

Das eine ist ein Auftritt zusammen mit Judith Holofernes in Hamburg bei der Musikmesse „Operation Ton“. Die Judith hat nämlich ein Gedichtband namens Du bellst vor dem falschen Baum geschrieben. Das Buch ist voller Gedichte über Tiere und sehr schön illustriert. Der/Die Neugierige kann das einfach googlen, ich hab das vorhin schon bei google books eingescannt gefunden. Meine Aufgabe jedenfalls war es, nun Antwortgedichte aus der Sicht der Tiere zu schreiben, was ich getan hab – in der Tat bin ich heute mit dem letzten fertig geworden. Es ist im Prinzip eine freundschaftliche „Tiere beleidigen Menschen im allgemeinen und Judith Holofernes im speziellen“-Reihe geworden. Ich freue mich hart auf den Abend.

Das andere Dingens, was mich gerade umtreibt, ist das schreiben eines Live-Hörspiels. Es hat schon einen Titel, nämlich: „Das Scheitern an uns selbst und den absurden Vorstellungen, die uns dieAltvorderen überliefern

Uraufgeführt wir das Stück am 12.12.2015 in der Black Box vom Cuba Nova in Münster. Sprechen werden unser amtierender NRW-Poetry Slam-Meister Jason Bartsch, die verruchtstimmige und von mir innig geliebte Melissa Hötger, das rotten flesh better than fresh-Goldkehlchen Anneliese Issmer und der früher mollige, jetzt Muskelprotzige Sascha Wiesbrock.

Das ganze Ding wird vielleicht etwas chaotisch, aber ich sag mal so: Ist doch egal.

So. Ich bin wieder raus. Melde mich BESTIMMT nochmal dieses Jahr hier (trollolololo….)

High Five,

A.

Geschenke, Geschenke!

am by Establishmensch in Allgemein | 2 Kommentare

Ist schon ziemlich nervig, dass man die meisten Geschenke immer nur zu Weihnachten bekommt, weil: Dann ist es kalt.

Ich verteile dieses Wochenende Geschenke, weil es warm ist. Strandlektüre gefällig?

Bis Montag (15.07.) gibt es das Ebook zu „Kuck dir die Tiere an, wie glücklich die immer sind“ für umme!

Und zwar hier.

High Five und schönen Sommer!

Legalize Marihuana, but please do not forget the Straßenverkehrsregelung

am by Establishmensch in Allgemein, Ordnungsland | 1 Kommentar

chillen

Ahoi Freunde!

Wie auf dem Bild oben unschwer zu erkennen ist, hat meine Homepage in letzter Zeit hart gechillt. Sie lag gemütlich auf dem Balkon eines Hochhauses, lies sich aufgrund ihrer Sonnenbrille nicht von der heftigen UV-A und UV-B-Strahlung stören und genoss ihre eigene Existenz. Ich habe herausgefunden, woran es lag: Sie litt ein einer Chilldrüsen-Überfunktion. Mal schauen, ob ich das in Zukunft besser in den Griff bekomme.

Heute möchte ich diese Seite benutzen, um über meine Gedanken zu einem Thema aufzuschreiben, das derzeit auch medial etwas präsenter ist. Es geht um Cannabis und die Überlegungen zur Legalisierung der Droge. Eigentlich geht es mir nur um einen Aspekt, der bei der öffentlichen Diskussion zum Thema wenig bis gar nicht berücksichtigt wird.

Zunächst zwei Dinge in kurz vorweg: Erstens kiffe ich selbst überhaupt nicht, zweitens bin ich vollständig für eine Legalisierung.

Die Gründe, die für eine Legalisierung sprechen, sind vielfältig und sollten den meisten bekannt sein. Um sich ihrer selbst kurz noch einmal bewusst zu werden, sollten eigentlich diese Stichpunkte ausreichen: 1. Selbstbestimmung  (Recht auf Rausch) / 2. verlorener Drogenkrieg / 3. niedrigere Gesundheitsschäden durch kontrollierten Anbau / 4. Entlastung von Polizei und Gerichten bei gleichzeitiger / 5. Entkriminalisierung von circa 25% der Bevölkerung dieses Landes , da/ 6. eine längst eine kulturelle Integration von Cannabis stattgefunden hat.

Für mich steht absolut außer Frage, dass die Legalisierung von Cannabis nicht mehr allzu fern ist. Was ich aber dringend im Zuge dessen geregelt gewusst haben möchte ist die Frage nach Cannabis-Konsum und Straßenverkehr. Selbstverständlich werde ich, sollte es zu einer Legalisierung in Deutschland kommen, zwei drei Mal im Jahr in der richtigen Situation eine Tüte rauchen. Was ich dann aber ganz exakt wissen will ist, wie lange ich dann zu warten habe, bis ich ohne Angst vor Repression wieder einen PKW betreiben darf. Immerhin werde ich ständig mit meinem Auto angehalten (siehe hier). Seit dem Post musste ich noch VIER Drogentests im Straßenverkehr machen (zwei Mal merkwürdigerweise an irgendwelchen christlichen Feiertagen, einmal beim Überfahren der Deutsch-Belgischen Grenze, einmal auf dem Weg von einem Festival nach hause). Die Ergebnisse natürlich immer negativ.

In Colorado, einem der Legal-Rauchen-Staaten der USA liegt die Fahrtüchtigkeitsgrenze bei fünf Nanogramm THC pro Milliliter Blut, was sehr fortschrittlich ist, wie ich finde. Und das in einem Land, in dem sich Mineralwasser Tafelwasser re-mineralisiertes, destilliertes Wasser mit folgendem Aufdruck verkaufen lässt:

 

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In diesem Sinne:

High Five!

 

 

Back zu der Fjutscha / Neue Fietschas / Ära of Beleidiging

am by Establishmensch in Allgemein | 3 Kommentare

reparaturhead

 

Jucheisassa, da bin ich wieder! Back im Homepage-Game. Nun mag die eine oder der andere sich vielleicht fragen: „Oi wej? Was nur war da vorgefalltet? Mischirrrr! Mischirrrr*“

Nun, genau sagen kann ich es eigentlich nicht. Die Sache ist wohl, dass es den Webspace, auf dem meine Seite lag, einfach aufgehört hat zu existieren. Da es aber auch seit 2007 (so lange eben wie es establishmensch.de gibt) nicht mein eigener Webspace war, konnte ich daran nichts ändern. Zudem konnte ich nicht mal auf einen anderen Ort umleiten, da mir die Domain establishmensch.de gar nicht gehörte, die hat damals die Person mit dem Webspace für mich angemeldet. Eben jene Person konnte ich auch auf keinem der üblichen Kommunikationswege erreichen. Nun hab ich es aber geschafft, die Domain zu kapern (darüber hinaus noch establishmensch.com und andystrauss.de, unter denen diese Seite jetzt auch zu erreichen ist). Der Inhalt der Seite war aber verloren. Zum Glück gibt es archive.org. Soweit es ging hab ich da über die Wayback-Maschine die alten Beiträge wieder zusammen gesammelt und hier als wieder eingefügt. Nicht alles zwar, einige Dinge waren vollständig hinüber oder zu kompliziert zu rekonstruieren, aber da wir ja sowieso lieber in die Gegenwart und Zukunft schauen, ist das schon irgendwie okay.

Außerdem war der Totalausfall meiner Seite ein bisschen auch Glücksgriff, denn die Rekonstruktion gab mir Anlass, mich mal wieder mit meinem Herzensfreund und Universalgenie Tom Feuer zusammenzusetzen. Er hat quasi den ganzen Wust wieder neu Aufgesetzt und darüber hinaus die Dinge beseitigt, die mich vorher so gestört haben. Endlich kann ich wieder Soundcloud-Dinge so einfügen, dass sie nicht scheiße aussehen. Es gibt einen Funktionieren Kalender. Schau unter Termine nach. Außerdem gibt es da rechts ein Widget, wo man die nächsten fünf Termine direkt sehen kann. Whooohoo! Und zu guter letzt ist die Seite jetzt auch responsive für mobile devices, was auch immer das bedeuten mag. Aber mag kommt ja von mögen, und responsitivity mag ich. Auch bei Steinen, wenn die auf Fragen Antworten, dann finde ich das sehr höflich.

Auch sehr höflich finde ich meine Lieblings-Elektropunk-Band Kommando Zurueck. Denn sie nimmt mich mit auf Tour. Oder nehme ich sie mit auf Tour? Ist ja auch egal. Jedenfalls werden wir uns acht Tage lang gemeinsam in den Arm nehmen. Sänger Jan und ich haben heute ein Plakat dafür gebastelt. Da stehen auch die Termine drauf. Oder halt im Kalender. Aber schau mal:

Kommando-Andy-Tour-web

Okay, ein Termin fehlt noch. Wir sind da auf der Suche nach einem Ort zwischen Kassel und Berlin, also sowas wie Braunschweig/Hildesheim/Hannover/Helmstedt. Mal gucken. Wenn wir was gefunden haben, wird es im KALENDER stehen. KALENDER. Und da ich jetzt auch wieder Soundcloud-Dinge ordentlich einbauen kann hier ein Brett von der aktuellen EP der Kommando-Lümmel:

 

Wo wir gerade bei höflich waren: Nicht sehr höflich sind Beleidigungen. Ich beleidige ja mittlerweile seit fünf Jahren Denkmäler all überall und immer mal wieder gab es Diskussionen darüber, ob das nun Kunst sei oder nicht. Diese Diskussion sollte nun zu Ende sein, denn meine Denkmälerbeleidigungs-Videos wurden in einer großen Ausstellung (RTFM / Read the fucking Manual)  in der Ausstellungshalle Münsters, nämlich der Kunsthalle Münster im Speicher 2 gezeigt. Einen Monat lang. Alle nacheinander. In sehr laut. Kunst ist ja immer eine Art Zuschreibungsprozess, sprich: Kunst wird erst zu Kunst, wenn Leute sagen, dass es Kunst ist.  Und wenn meinen Videos nun zugeschrieben wird, dass sie Kunst sind, dann schmunzel ich leise und lehne mich stolz zurück. Durch das Ausstellen der Videos wird ihnen aber im Prinzip ja auch ein Denkmal geschaffen, wenn auch nur temporär. Und wenn einer Arbeit über das Beleidigen von Denkmälern ein Denkmal gesetzt wird, dann ist doch klar, was damit geschehen muss. Nämlich dieses hier:

 

 

Auf den Denkmal-Beleidigungs-Zug (ich stelle mir gerade einen Zug vor, der wahllos irgendwo entgleist um sich vor einem Denkmal aufzubauen und es dann anzubrüllen) sind ja bisher relativ wenige Leute aufgesprungen. Irgendwann waren da mal so zwei Jungs, die Brücken und und den dicken Ben in London beleidigt haben (ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern) und irgendwann war da noch ein Punker aus Österreich, der sein privates Mobiliar anbrüllte (ich kann mich auch nicht mehr so genau erinnern) – und es war mir jeweils eine Wonne, ihre Ambitionen genießen zu dürfen. Nun aber hat ein neuer Player das Beleidigungsgame geentert.

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Sein Name ist Mias und er ist ein wilder Kotburschi aus Bochum. Kotburschi sage ich, weil er Teil des Kotburschi-Kollektivs ist. Was genau das ist… naja… möge man sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Oder eine Suchmaschine benutzen. Außerdem ist er Teil des Künstlerduos Kill the Dinosaur und Teil von Cyber Guti. Mias jedenfalls hat mit einer Video-Reihe angefangen. Sie heißt „Andy Strauß beleidigen“.

Drei Mal ist es ihm bisher gelungen. Das erste Video hat er mit Ansage in meiner Wohnung gemacht, bei den nächsten beiden Malen hat er mich auf kaltem Fuß erwischt, indem er mich in einem Restaurant und auf der Bühne im domicil Dortmund heimsuchte. Mir selbst gefällt das ganze ziemlich gut. Erstens fühle ich mich dadurch ein bisschen wie ein Denkmal für mich selbst, was mir wiederum erklärt, warum ich oft so unzufrieden mit mir selbst bin, dass ich mich selbst beleidige. Zweitens finde ich es unglaublich süß, wie lieb sich Mias nach dem Beleidigen immer bei mir entschuldigt und sagt, dass alle Worte nicht persönlich sind, sondern lediglich für die Kunst. Fuck. Ich habe gerade Angst, zu einem Kunstblog zu werden. Damit Mias Videos aber Kunst werden, muss erst der Zuschreibungsprozess beginnen. Ich fange mal damit an: Die Videos sind Kunst. Hier ist eines davon:

 

 

Da man aber ja nicht immer nur beleidigen kann – und einige Denkmäler auch nicht wirklich beleidigenswert sind (LÜÜÜGEEEE!!! Eigentlich sind alle Denkmäler beleidigenswert!!!), habe ich neulich ein Denkmal neu vertont. Hier:

 

 

Aber genug zu Video, nochmal kurz ein Ausblick in anderer Sache. Nach langer Buchschreibabstinenz habe ich jetzt endlich meinen Ansatz für mein nächstes Baby gefunden. Es geht wieder ein bisschen back to the roots, also mehr in die Richtung meiner Frühlinge (ja, dieses Wort ist ein Teekesselchen) Albträumer und Establishmensch, also ineinander verwobene Kurzgeschichten. Bisher liebe ich, was da passiert. Lieben mit Abscheu. Ein bisschen Wut rauslassen. Über mich selbst, das Denkmal meiner selbst – und vor allem über all die vielen Fuckpersonen. Neulich wollte mich zum Beispiel ein älterer Herr auf dem Wochenmarkt in Münster verprügeln. Ohne Lüg. Er stand in einer Schlange vor einem Kartoffelpufferstand. Die Schlange blockierte aufgrund des Hochbetriebes einen der Marktständegänge und ich fragte in normalem Ton, ob ich mal vorbei könne. Er sagte: „NEINNN“, und es klang, als würde er dabei noch ein stummes R rollen. Ich war relativ perplex und wollte trotzdem vor ihm lang gehen, da tat er noch einen Schritt nach vorne und blockierte mich vollends. Ich fluchte ihn ein Arschloch und ging drei Personen hinter ihm lang. Dann rannte er mir mit erhobener Faust hinterher. Kein Scheiß! Solche Leute gibt es. Ich deeskalierte ohne unterwürfig oder entschuldigend zu werden. Schlagen werde ich ihn in meinem kommenden Buch und das nicht zu knapp.

So. Das war’s für heute. Ich freue mich, wieder da zu sein.

High5,

Andy

*=Mischirrrr ist eine außerirdischer Ausruf des Schreckens. Quelle: Schlupp vom grünen Stern@Augsburger Puppenkiste

Wiederaufbau…

am by Establishmensch in Allgemein | Kommentieren?  

Huhu!

Die Seite war ja eine Weile off, außerdem der ganze Inhalt verloren. Ich versuche gerade, über archive.org zu retten, was an Backlist zu retten ist. Aber dafür gibt es jetzt endlich einen funktionierenden Kalender 🙂

Melde mich dann morgen nochmal, dann sollte ich durch sein…