Zunächst mal ein kurzer Einblick in den Bau des Theaterstücks, das ich am 1. Februar im Theater im Depot in Dortmund machen werde:
Einen großen Teil produziere ich als Hörspiel vor, um den Rest dann in klein live besser Nachspielen zu können. Derzeit sitze ich quasi jeden auftrittsfreien Tag 6 Stunden an diesem immensen Tisch, bastel an neuen Szenen-Bildern und am dazugehörigen Hintergrund-Sound. Und dann kam folgendes:
Eigentlich wollte ich die Aufnahmen meiner Stimme einfach mit meinem Shure SM58 machen. Ich hab da so ein Yamaha-Mischpult, das auch als Soundkarte funktioniert und dem beim kauf eine abgespeckte Cubase-Version beilag. Aber anscheinend ist mir das Shure nach irgend einem Konzert (hatte das immer für Konzerte…) abhanden gekommen. Da ich nun aber mit der Aufnahme meinem Tagesrhythmus entsprechend mitten in der Nacht angefangen habe, konnte ich mir auch nirgendwo eins leihen. Hatte dann erst probiert, alles mit dem Lautsprecher in meinem Laptop aufzunehmen, merkte aber nach zwei Sekunden: geht nicht, Qualität zu mies.
Dann hatte ich die rettende Idee: Einer meiner Synthesizer (Microkorg) hat ein dazugehöriges Kondensator-Mikrofon mit einem kleinen Klinge-Stecker, das genau in meinen Laptop passt. Das hab ich dann da dran getüddelt und dachte: Yeah, dufte. Was dann aber störte war, dass das Mikro so ein Feingeist ist, dass es einfach immer auf scharfe Konsonanten mit Plopp-Geräuschen reagiert. Das Problem habe ich dann mit einer pinken Strumpfhose und dem Kerngehäuse einer Toilettenpapier-Rolle gelöst, nämlich wie folgt: Über eine eine Rollenseite den abgeschnittenen Fuß der Strumpfhose gespannt, mit Gaffa fixiert – fertig. Das tonabnehmende Kopf des Mikros ist jetzt so in der Rolle, dass er die Pappe nicht berührt und etwa 3cm von der Strumpfhose entfernt ist – voll gut: das Ploppen ist weg, die Rolle schluckt Raumgeräusche und macht trotzdem noch eine sehr milde akkustik. Ich bin glücklich.
Wie das? Voll easy, eigentlich. Ich bin in einen Frisiersalon gegangen und habe mir die Spitzen schneiden lassen. Vorher wurde mir der Skalp massiert und gewaschen, bäm, Blues weg und wieder glücklich genug um das Krönchen aufs Haupt zu setzen.
Und jetzt muss ich gerade hier eben was posten. Als Autodidakt auf dem Gebiet der Selbstmotivation ist mir über die Jahre folgendes aufgefallen: Wenn du eine Idee hast, die du unbedingt umsetzen möchtest, dann erzähl am besten im Vorfeld der ganzen Welt davon, damit du keinen Rückzieher mehr machst. Klappt vielleicht nicht bei jedem, aber bei mir eigentlich schon. Frei nach dem Motto: verkünde deine Idee und lass dich am Ergebnis messen. Daher, liebe Welt, hier ein Plan, den ich 2013 unbedingt noch in die Tat umsetzen möchte: Eine eigene Rap-Vinly-Single.
Nun drängen sich wahrscheinlich Fragen auf. Ich beantworte sie mal.
Frage 1: Diggi, warum?
Antwort: Nun ja, ich höre halt schon sehr lange Rap, Freestyle mindestens vier Mal am Tag (zum Beispiel, wenn Mama anruft oder wenn der Hund noch nicht satt ist oder wenn das Toilettenpapier alle ist…) Dann hatte ich letztes Jahr zwei schöne Auftritte als Vorprogramm von Umse und dachte: Fick die Fledermaus, ich will mal ordentlich rappen. Darum. Außerdem will ich später meinen Kindern mal meine Vinyl zeigen und die sollen mich verdutzt angucken ob der schwarzen, ihnen völlig unbekannten Zauberscheibe, von denen ihr Vater rhythmisch zu ihnen spricht.
Frage 2: Okay, Diggi, aber warum hältst du auf dem Bild da eine Roy-Black-Schallplatte in der Hand?!
Antwort: Weil genau das Bild mein Vorbild für das Cover ist, welches mir vor meinem geistigen Auge herumscharwenzelt.
Frage 3: Aber Diggi, machst du denn trotzdem noch Grindcore und Techno als Doomed Zau?
Antwort: Wie könnte ich das jemals nicht mehr machen? Selbstredend gebe ich das sinnlose Geballere nicht auf.
Frage 4: Dann bin ich aber beruhigt.
Antwort: Das ist keine Frage.
Frage 5: Wie hast du das gemerkt?
Antwort: Nun ja, am Ende des Satzkonstruktes steht kein Fragezeichen sondern ein Punkt, der in diesem Falle eine Aussage andeutet.
Frage 6: Okay. Zurück zum Thema. Du willst also eine Rap-Single auf den Markt schmeißen. Hmm. Soweit ich weiß, braucht man da Beats und hastenichgesehen alles für. Wie regelst das?
Antwort: Boah Alter, ich weiß das doch noch nicht. Das ist erstmal die Grundidee, der Rest kommt dann nach und nach. Die Single hat ja zwei Seiten und der Beat auf der einen Seite wird auf jeden Fall von d.kuhl kommen, mit dem saß ich neulich mal zusammen und mag den Jungen gerne. Wegen Produktion hab ich auch ein Paar Leute, die ich mal anhauen werde. Mal gucken halt.
Fage 7: Wo ist deine Toilette, kann ich die Mal kurz benutzen?
Antwort: Direkt da vorne links.
So. Den bin ich los. Mal gucken was kommt. Ich werde da auf dem laufenden halten. Aber nun genug von HipHop und hin zum Punk: Kauft euch die Feine Sahne Fischfilet-Platte, wenn ihr komplett im Arsch sei.
Gerade eben habe ich bei Amazon nach dem Buch von MushiFlo geschaut und mir dann die Rezensionen durchgelesen.
Insgesamt hatten sich zu diesem Zeitpunkt 5 Personen bemüht, eine Rezension zu verfassen. 3 Personen vergaben volle fünf Sterne, eine Person vergab 4 Sterne und eine letzte Person vergab genau einen Stern. Natürlich interessieren mich die 1-Sterne-Rezensionen immer am meisten, besonders bei einem Buch mit dem Titel “Ficken, Geld, Drogen, Nutten“.
Was ich dann las, hat mich so lachen lassen, dass es mir einen Homepage-Eintrag wert war. Aber sieh selbst:
Der Rezensienten sei folgendes gesagt: Die wenigsten Menschen in Deutschland haben vor ihrer Einschulung mit Ficken, Geld, Drogen oder Nutten zu tun. Das geht dann meist aber ja in der ersten Klasse los. Nach der ersten Schulwoche hat mein sein erstes Mal, meistens auf Koks, dann beginnt man mit dem Koks zu handeln und leistet sich dann seine ersten Nutten. Logisch ist das Buch das ideale Geschenk zur Einschulung, also hättest du, liebe Kirsten, ruhig mal fünf Sterne vergeben können. Denn: Der Konsum des Buches lohnt sich. Ein Klick auf das Buchcover führt zum amazon-Link.
Warum ich überhaupt gerade nach MushiFlo gesucht habe? Dass verrate ich nur Leuten, die mit Spoilern umgehen können.
Hier ist die Antwort versteckt….
MushiFlo wird bei meiner Buch-Releaseparty geheimer, musikalischer Gast sein… Pssst…
Ich habe einen Urlaub hinter mir. Also, so ein bisschen Urlaub eben. Aber auch anderen Kram. Festivals, zum Beispiel. Herzberg, Deichbrand, Juicy Beats… Aber auch die allerletzten Korrekturen für “Kuck dir die Tiere an…”, was mittlerweile gesetzt ist und die Tage in den Druck geht, damit ich sagen kann, vor meinem dreißigsten Geburtstag doch noch eine unglaublich gute und sinnvolle Sache gemacht zu haben. Denn: ich stehe auf das Buch und war noch nie so überzeugt von etwas, was ich geschrieben habe, worin mich auch alle Leute bestätigt haben, die es vorab schon mal lesen durften. Endlich also wieder Zeit für die anderen, spannenden Dinge
Zuerst folgendes:
Ich habe mich bei Soundcloud angemeldet, nachdem mir heute mein Busenbruder drei Nachrichten vorgespielt hat, die ich ihm wohl neulich Nacht auf seine Mailbox gesabbelt und gesungen habe. Gerade haben wir sein Handy an mein Mischpult angeschlossen und das ganze eben digitalisiert. Im ersten Teil geht es darum, dass ich mir einen Schlager ausgedacht habe. Teil zwei ist die nächste Strophe und im dritten Teil geht es um eine Hochzeit und Brokkoli. Da ich es aber nicht wirklich hin bekomme, soundcloud bei wordpress einzubinden, hier einfach ein Link zum set: Tadaaa!!
Dann das hier:
Ich habe neulich für ein Musikvideo Alien gespielt. Erstmal das Video:
Jetzt möchte ich mir die Zeit nehmen, und mein Kostüm kurz erklären. Immerhin ist es sehr gut.
Bei Kommando zurück handelt es sich um drei Jungs, die das ganze mit sehr viel Herzblut und Anarchie in den Körperzellen machen. Völlig frei von der Vorstellung, Geld mit irgendwas zu verdienen, machen sie einfach so. Naja. Wer kein Geld verdienen will, kann auch keins für Kostüme ausgeben. So ist nämlich folgendes entstanden. Also: ich trage einen braunen Kapuzenpullover, eine grüne Jogginghose, die durch die greenscreen-methode unsichtbar wird. Im Gesicht habe ich die Mittelkonsole eines Renault Twingos, vor meiner Brust klebt ein Topfdeckel und an meinem Arm ist ein Duschkopf.
Man kann die Kommando Zurück-Leute und ihre Arbeit unterstützen. Gerade haben sie bei startnext einen Spendenaufruf gestartet, der hier zu finden ist. Ganz ehrlich: Die Jungs sind es wert, unterstützt zu werden. Ich habe mit denen gerade einem Hörspielprojekt gearbeitet, in dem wir das Buch “Na Prost” von Paul Scheerbart vertont haben. Ich erzähle kurz zu Paul Scheerbart:
Dieser junge Mann dort links ist Paul Scheerbart. Paul Scheerbart lebte Ende des 18. – Anfang des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Paul Scheerbart hat futuristischen Scheiß geschrieben und war erfinder. Er war ziemlich psychedelisch und trank sehr gerne Bier. Das wichtigste aber: Eines Tages berief er ganz viele Wissenschaftler in einen Uni-Hörsaal mit dem Grund, er habe das Perpetuum Mobile erfunden. Als sich dann alle gesetzt hatten, legte er einen Stapel wirrer Zeichnungen auf den Tisch und sagte, man könne sich das jetzt ja mal angucken. Alle Wissenschaftler strömten interessiert nach vorne und begutachteten, was er gezeichnet hatte. Anstat dann aber irgend etwas auch nur ansatzweise zu erklären sagte Scheerbart: “So. Ich gehe jetzt Bier trinken”, und verschwand. Also wenn es jemals einen Helden gab, dann ihn.
Scheerbarts Buch “Na Prost” handelt von drei Wissenschaftler, die nach dem Zusammenstoß der Erde mit einem eisernen Kometen in einer achtkantigen Glasflasche durch das Weltall sausen, sich betrinken und über mitgebrachte Geschichten philosophieren. Als Gastleser sind bei dem Hörspiel unter anderen dabei: Schorsch Kamerun (Goldene Zitronen), Muschiflo, Andreas Weber und so weiter. Die drei Wissenschaflter werden von den Kommando-Jungs gesprochen (einige Stellen haben sie zu Songs gemacht…), ich bin der Rahmen-Erzähler. Das ganze wird es irgendwann umsonst zum download geben, trotdem brauchen die Kommando-Jungs für ihren ganzen Aufwand finanziellen Support, deswegen der Link oben.
So. Das wollte ich erzählt haben. Und dann noch etwas von der Werbemittelfront:
Es sind gerade Postkarten in den Druck gegangen, die Illustrationen aus meinem nächsten Buch enthalten. Eine davon Zeige ich gerade mal.
Joar. Und zu allerletzt: Da oben rechts bei “stalke mich” ist jetzt ein Vogel. Ich weiß aber nicht, ob ich den wirklich nutzen werde. wollte nur nicht, dass da irgendwer sonst Establishmensch ist, HA!
Warum ich einen guten Morgen wünsche? Weil ich selbst keinen hatte und da wär es ja gut, dass zumindest andere einen guten Morgen hatten. Heute wurde ich von einem freundlichen Beamten des Ordnungsamtes geweckt.
Ich muss ja gestehen, zu den Leuten gehört zu haben, die am Tag, als Grooveshark von Deutschland aus nicht mehr zu erreichen war, kurz weinten. Ich sehe es absolut nicht ein, darauf zu verzichten, nur weil ein undurchsichtiges, hochbürokratisches System wie die GEMArsch es nicht schafft, ihre Gebührenstruktur dem Status Quo allgemeiner Nutzungsgewohnheiten anzupassen.
Ich kaufe so hart viele Medien und die meisten Dinge, die ich bei Grooveshark höre, habe ich ohnehin als Platte im Schrank rumliegen, es ist nur einfach hart praktisch, sich seine Playlist im Schallmeien-Hai zurecht zu basteln, anstatt dauernd neue Scheiben auf den Plattenteller legen zu müssen.
Am Tag zwei nach Groovesharks Deutschland aus habe ich dann über ein youtube-Video erfahren, dass die Landes-IP-Kontrolle nur in dem Moment des Aufrufens der Grooveshark-Seite vorgenommen wird und dass man, wenn man da erstmal drauf ist, ruhig wieder eine Deutsche IP haben kann. So stellte ich mir bis heute immer kurz einen Proxyserver aus dieser Liste an und machte den dann nach erreichen der Startseite wieder aus. Das geht jetzt praktischer. Für Firefox übernimmt das dieses und für Chrome dieses Add-On.
Das für Chrome läuft bei mir gerade ganz fantastisch und beim ersten Versuch, firefox lahmt noch ein bisschen, anscheinend ist die Programminterne Proxy-Liste nicht die frischeste.
Das hat man ja auch eher selten. Dass man am späten Nachmittag eines Sonntags nach hause kommt und dann eher per Zufall einem richtig geilen, kostenlosen Konzert in voller Länge beiwohnen darf und trotzdem noch pünktlich zum Tatort auf einem Sofa sitzen kann. So aber war das heute nämlich. Für die Uhrzeit- und Datumsneurotiker natürlich gestern, ist ja schon nach Mitternacht.
Das hat mir gerade meine Liebste beim Kaffee vorgespielt. Ich kannte die beiden Rapper bis jetzt noch nicht, aber das Video und Text sind wirklich gut. Wenn man nur halb hinhört, klingt es völlig banal, aber mit Konzentration, ist es wirklich schick.
Guter Start ins Wochenende. Ich verwandle mich gleich in einen Regionalexpress gen Ostfriesland. Familiybusiness.