Gutes Neues für zum Lesen

Da sind mir im Laufe der letzten Woche doch wieder zwei Print-Produkte in die Hände geflattert, deren Existenz ich an dieser Stelle mal ordentlich durchlobpreisen möchte. Das eine ist zum käuflich erwerben, das andere ist zum gratis abgreifen. Aber der Reihe nach. Da ich denke, dass der Hintergrund des Kopfzeilenfotos doch sehr ablenkt (immerhin handelt es sich dabei um die Badehose, die ich auf unbestimmte Zeit dem Schweizer Slammer Philip Vlahos “entliehen” habe), gibet jetzt noch Einzelbilder zu den Printprodukten.

Das Buch, auf dem ich hier kaue, stammt aus der Poetry-Slam-Bücherschmiede “Lektora”. Herausgeber sind Wolf Hogekamp, der Altmeister und Kampftrinker der SpokenWordSzene überhaupt sowie Björn Högsdal, der Kieler PoetrySlamNorweger und Papa der Herzen. Im Buch zu finden sind insgesamt 155 Kurztexte, davon ein ganzer Berg genialer Gedichte, ein Schüppchen voller Aphorismen und ein Häufchen bis zu zwei Seiten füllender Prosa. Wenn man sich die Autoren dieser Anthologie durchliest, dann kommt man auf einen profunden Teil meiner PoetrySlam-Familienbande: Bas Böttcher, Bleu Broode, Christian Ritter, Daniel Terek, Dirk Huelstrunk, Dominik Bartels, Florian Cieslik, Frank Klötgen, Gauner, Harry Kienzler, Jana Klar, Julian Heun, Karsten Lampe, Lars Ruppel, Lino Ziegel, Markim Pause, Nektarios Vlachpopoulos, Nora Gomringer, Patrick Salmen, Paula Peh, Paula Varjack, Pauline Füg, Peter Janicki, Philipp Herold, Quichotte, Sebastian 23, Theresa Hahl, Toby Hoffman, Temye Tesfu, Renato Kaiser, Moritz Neumeier, Marque-Réginer Hübscher, Xochil A. Schütz, Sulaiman Masomi sowie die beiden Herausgeber – so unglaublich viele Herzen auf einem Haufen, klar das ich da nicht fehlen wollte. Von mir sind in dem Schinken vier Texte.

Gestern habe ich mal Bas Böttcher angerufen und gefragt, ob ich, um ein Beispiel aus dem Buch geben könne, eines seiner Gedichte in der Anthologie hier veröffentlichen dürfe – er hat zugestimmt. Folgendes also:

 Es war einmal ein Automat

Der sah von außen Schlicht aus.

Und wenn man kräftig gegen trat,

kam unten ein Gedicht raus.

Insgesamt ein sehr vielfältiger, interessanter Klotz, der mir da geliefert wurde. Immer mal ein Häppchen für den guten Morgen/Abend/Mittag/Halloween/Gruppensexorgienbeginn.

Das Cover des Buches stammt im Übrigen von Potts aus Braunschweig. Auch dieses Mal ist er seinem Stil treu geblieben und hat einen soliden Affen mit Schnapps abgeliefert. Kaufen kann man das, wenn man auf meine Stirn da oben im Bild klickt, bei Amazon für Zwölf Mark Neunzig.

Nicht so dick, dafür genau so geil und für umsonst ist die neue Zettelwirtschaft, die gerade frisch aus dem Druck gekommen ist. Für diese Ausgabe haben geschrieben: Christian Ritter, Theresa Hahl, Volker Surmann, Michel Abdollahi (besondere hervorhebung, weil: MICHEL ABDOLLAHI!!!), Jasper Diedrichsen und André Hermann.

Der Titel der Zettelwirtschaft ist dieses Mal “kaltblütig”, wie man auch schon am Titelgirl erkennen kann. Eine nackte Frau im Frostraum, wunderschönes Foto von Maike Brautmeyer. Außerdem gibbet innendrin Comics von Dirk Sandbaumhüter und von Pottz, der auch für das Cover der 155 Kurze-Anthologie verantwortlich ist – ach, wie das alles miteinander verquickt ist!

Da man die Zettelwirtschaft nicht bestellen kann, hier einige Orte, wo man sie sich greifen kann: Bei meiner Lesebühne “Die2Drei” im Cuba Nova (für Leute aus Münster) und für Leute aus dem Ruhrgebiet: Bei der großen LMBN-Show im Westfalen Stadion am 16.08.2012 (Tickets für 6 Mark hier)

Soviel erstmal zu den Printdingen, die ich vorgestellt haben wollte.

Bleibt nur noch eins, was mir aufgefallen ist. Ich wusste gar nicht, dass es meine Bücher auch für so Apple-Geschichten gibt. Erst, seit mir mein Verleger Onkel Arschi vorgestern schrieb, dass es meinen Junkie Nimmerplatt nun auch für IGeräte aller Art zu erwerben gibt und mir diesen Link schickte.

Was mir dort aufgefallen ist, ist folgendes:

Ich möchte das mal umformulieren:

Sich mit einer Axt gegen das Bein zu prügeln, ist die einfachste Möglichkeit, das Bein von ihrem Körper zu entfernen. 

Was ich damit sagen möchte? Einfach ist nicht immer gleich sinnvoll oder gar elegant.

Sorry, ist mir halt aufgefallen.

So. Raus an die Luft.

Am by Establishmensch in Rezensionen, Weisheiten

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